Vom Ausfüllen einer Opferrolle

Montag, 23. Februar 2009 von Stephan

Im Spion können Nutzer unerwünschte Nachrichten mit einem Klick sperren oder gar als SPAM melden. Soweit so gut. Heute erreichte uns diese Supportmail, die ich hier einfach mal unkommentiert in ihrer Ganzheit veröffentlichen möchte:

Sehr geehrte Damen und Herren,

soweit ich weiß, handelt es sich bei Spammail um unerwünschte Werbemails.

In Ihrem Portal kann jedweder User jedweden anderen User als Spam-mailer anschwärzen -
ohne Angabe eines Grundes noch sonstigem.
Ihrem Portal scheint es auch nicht möglich, jemanden, der hier mehrfach angeschwärzt
wurde, dahingehend zu überprüfen, ob dieser wirklich Spam verteilt.

Zweites ist ein Zustand, der auch für Ihr Portal rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen
kann, da er User von der Portalnutzung zu Unrecht ausschließen kann.

Ich bin homosexuell. Das dies einigen vielen Usern Ihres Portales nicht gefallen mag und
man tagtäglich, nur weil man auf deren Profile geschaut hat, Morddrohungen und
Beleidigungen lesen muss, ist eins, dass allerdings deren Schwulenhass durch ein einfaches
Betätigen der “User Sperren und als Spam melden”-Taste mich daran hindern kann, den
Nachrichtenaustausch mit mir befreundeten Usern zu verhindern, kann ein juristisches
Nachspiel für Ihr Portal haben.

Ich bin der Meinung, dass Sie sich vielleicht überlegen sollten, wie Sie besser
kontrollieren können, ob jemand tatsächlich spamt oder nicht.

Andere Portale bekommen dies zumindest eindeutig besser in den Griff.

In diesem Sinne möchte ich Sie bitten, mein Profil XXX wieder zum
Nachrichtenschreiben zuzulassen.

Mfg,

XXX XXX

Nur soviel hinterher: Alle als SPAM gemeldeten Nutzer werden von uns vor einer Löschung oder Freigabe einer genauen Kontrolle unterzogen, ganz gleich, welcher sexuellen Neigung sie frönen.

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