Studie: Unternehmen sollten deutlich mehr in sozialen Netzwerken werben

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Eine Studie der Universität Münster in Kooperation mit Roland Berger zeigt: Unternehmen unterschätzen auch 2013 noch massiv die Werbewirkung von sozialen Netzwerken. Sie setzen zu sehr auf Anzeigen in Zeitungen und Fernsehen – und verschwenden dadurch viel Geld. Die Macher der Studie gehen sogar soweit, den Marketingverantwortlichen vorzuhalten, schlichtweg die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt zu haben und damit enorme Potentiale ungenutzt zu verschenken.

„Fasst man klassische Internetseiten und Social Media zusammen, so machen diese Kanäle fast ein Viertel (22 Prozent) der Kaufentscheidung aus“, sagt der Leiter der Studie, Diplomkaufmann Jonas vor dem Esche (WWU). „Unternehmen haben in 2012 aber nur knapp 12 Prozent ihrer Werbebudgets für Online-Werbung ausgegeben.“ Im Vergleich: TV und Print beeinflussten die Kaufentscheidungen der Deutschen zu 16 Prozent. Hier investierten Unternehmen allerdings 82 Prozent ihrer Werbebudgets.

„Soziale Medien beeinflussen das Marketing weit stärker, als die meisten Unternehmen es heute anerkennen möchten. In fünf Jahren wird kein Unternehmen mehr wettbewerbsfähig sein, welches sich diesem gesellschaftlichen Wandel verwehrt.“, fasst Professor Dr. Thorsten Hennig-Thurau, wissenschaftlicher Direktor des Social Media Think:Lab, die Ergebnisse der Konferenz zusammen.

Doch was sagen die Studienergebnisse im Einzelnen?

* Der durchschnittliche deutsche Internetnutzer ist in 3 sozialen Netzwerken registriert,
* Die weite Mehrheit der Deutschen nutzt soziale Netzwerke mehrfach täglich, unabhängig von Alter, Bildungsgrad oder Einkommen
* Soziale Netzwerke haben sich an die Spitze aller Kommunikationskanäle in Deutschland gearbeitet – einzig Telefone sind in der Kommunikationsnutzung zwischen Menschen (noch) beliebter
* 2012 waren Soziale Netzwerke genau so entscheidend für Kaufentscheidungen wie TV. Radio, Zeitungen und andere Kanäle sind bei der Entscheidungsfindung für Käufe inzwischen weit abgeschlagen
* Je mehr Personen an einem Kauf beteiligt sind (Familien, Gruppen…), umso höher ist die Entscheidung durch soziale Netzwerke beeinflusst
* Deutsche Werbeausgaben hängen weit hinter dem Nutzungsverhalten hinterher. Trotzdem 22% aller Kaufentscheidungen direkt durch Webseiten und soziale Netzwerke beeinflusst werden, investieren Marketer bisher nur 12% ihrer Budgets online – stattdessen werden 82% der Marketingbudgets auch heute noch in Print , Radio und TV investiert, die jedoch nur noch 16% der Kaufentscheidungen ausmachen

Roland Berger sagt folgendes zu der Studie:

Essentially, this report provides indisputable evidence that social media has become a key element of German consumers’ lives. We believe that several managers today ignore the dramatic dimension of change that social media brings about for consumers and firms, misjudging social media as just another new communication tool.
The change caused by social media in terms of consumer perceptions and behavior cannot be left to agencies or social media managers alone, but must be reflected much deeper in company value chains. In this sense, the present report issues a warning, but also indicates the enormous business potential that the social media revolution offers to those who are able to act progressively and proactively.

Übersetzung:

Diese Studie belegt unbestreitbar, dass soziale Netzwerke ein Schlüsselelement im Leben deutscher Konsumenten sind. Wir glauben, dass manche Manager die dramatischen Dimensionen des Wandels, den soziale Netzwerke für Konsumenten und Unternehmen bringen, weit unterschätzen, wenn sie sie nur als neuartike Kommunikationswerkzeuge abtun.
Der Wandel, den soziale Netzwerke im Konsumverhalten auslösen, sollte nicht den Agenturen überlassen werden, sondern sollte bis tief in die Wertschöpfungsketten der Unternehmen getragen werden. In diesem Sinne stellt die vorliegende Studie eine Warnung dar, zeigt aber auch die enormen Geschäftspotentiale der ‚Social Media Revolution‘ für diejenigen auf, die progressiv und aktiv handeln.

Die Pressemitteilung der Uni Münster finden Sie HIER.

Die kompletten Studienergebnisse können Sie HIER als PDF herunterladen.

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