Löbliches über T-Systems
Nachdem ich nun das eine oder andere Mal Kurioses über T-Systems berichtet habe, hatten wir heute das erste etwas erbauendere, wenn auch recht kurze Gespräch mit den Damen und Herren in Magenta. Den Umstand, dass wir komplett ‘Linux-verseucht’ (Zitat T-Systems-Partner, er meinte das aber eher positiv
) seien, haben sie wahrgenommen und dementsprechend versucht, und hierfür passende Exchange-Alternativen anzubieten. Hierbei wurde vom Systemhaus-Partner Groupwise von Novell favorisiert, was ich gut verstehen kann. Eine weitere Alternative, die wir uns hier vorstellen könnten, wäre Lotus Notes von IBM. Beides hätte den Vorteil, komplett auf Linux laufen zu können und sich dadurch einfach in unsere bestehende Struktur einzugliedern. Zusätzlich wären viele Kompatibilitätsprobleme dank offener Schnittstellen kein Problem. Er wolle deshalb nun evaluieren, ob SAP nicht auch mit einer dieser Lösungen fehlerfrei zusammenarbeiten könne. Ich bin gespannt.
Daten von VTiger zu SAP migrieren – leichter gesagt als getan
Die Idee klingt einfach: Die bestehenden Datensätze aus einem System werden exportiert und in das neue importiert – rein theoretisch arbeitet man dann nahtlos mit dem neuen System weiter. Soweit die Theorie. Doch dann wird es hässlich: Was, wenn die neue Software Datenfelder verlangt, die im alten System so nicht existierten? So war z.B. in der alten Software Straße und Hausnummer in einem Textfeld vereint, das neue System möchte für beides ein einzelnes Feld ausgefüllt sehen. Soweit nicht so dramatisch, wären da nicht so Kleinigkeiten wie mehrteilige Straßennamen, Hausnummern mit Buchstaben (6a) und andere Hürden, die eine automatisierte Konvertierung der Daten stark erschweren. Und selbst wenn diese Hürden genommen sind, müssen Teile der Datensätze immer noch per Hand korrigiert werden. Alles in allem: Die Datenmigration ist der erste Schritt zur neuen Umgebung. Hoffentlich geht es danach dann einfacher voran.
Vom Finden guter Unternehmenssoftware – oder: wird das Unmögliche möglich?
Dass wir eine ganze Zeit lang die Produkte vieler Anbieter gegnenander verglichen haben, wurde hier schon öfter geschrieben ( 1; 2; 3). Noch nicht erwähnt wurden viele weitere Anbieter, deren Lösungen wir Schritt für Schritt unter die Lupe nahmen, um die für uns Richtige zu finden. Wir haben uns Salesforce angesehen, Netsuite getestet, ein Vertreter von Sage beehrte uns in unseren Räumen, wir haben Open Source-Lösungen (1; 2; 3) getestet und verglichen.
Die Kriterien waren klar: CRM, ERP, und Groupware waren die gewünschten Kernkompetenzen, die Möglichkeit nach mehr (Projektmanagement, Mitarbeiterverwaltung, Lagerverwaltung etc…) sollten möglich sein, waren aber nicht Pflicht. Nach langen Vergleichen landeten wir schlussendlich bei SAP. Das Unternehmen aus Walldorf war neben Sage das einzige, welches uns mit persönlicher Beratung beglückte, kann uns die meisten unserer Vorstellungen erfüllen, bietet ein deutschsprachies Nutzerinterface und bietet uns fast vollständige Plattformunabhängigkeit, sodass wir weiter unter MacOS und Linux werkeln können. In den nächsten Wochen und Monaten werden uns dann Projektleiter von SAP damit beglücken, die Software hier im Haus einzuführen. Bis zur endgültigen Nutzung der Software wird noch eine kleine Weile vergehen – wir werden aber sicher von Erfahrungen, Erfolgen und Rückschlägen berichten.
Gestern auf der Cebit haben wir die letzten Details mit den SAP-Mitarbeitern besprochen, bevor es dann zu einem wirklich schönen Heliflug über Hannover ging, den SAP uns sponsorte. So machen Messen Spaß
Unternehmenssoftware ohne Microsoft-Produkte? Wie bitte?
Dass wir zur Zeit Unternehmenssoftwares evaluieren, ist bereits bekannt ( 1 ; 2 ). Nun stellen sich uns weitere Herausforderungen zu dieser Thematik: Wir setzen in unserer gesamten IT-Landschaft auf Linux und MacOSX. Eine Anbindung oder gar Integration von komplexen Unternehmenslösungen in solche ‘alternativen’ Betriebssysteme ist kaum vorgesehen bis unmöglich, auch wenn die meisten Anbieter von Softwareprodukten unsere Intention voll und ganz verstehen und nachempfinden können. Aber zumindest mit ‘normalem’ Materialeinsatz ist es scheinbar nicht vorgesehen, die Alternativen auch in ihr Produktportfolio einzubinden. Die Systemhäuser freuen sich natürlich über ausgefallene Konstellationen, versprechen sie ihnen doch saftige Umsätze. Für uns bedeutet es einfach extremen Aufwand beim Evaluieren und Eruieren der verbleibenden Möglichkeiten. Das Thema Unternehmenssoftware wird uns also sicher noch den einen oder anderen Tag beschäftigen…
Ein Besuch bei den ‘Großen’
Heute statten wir SAP, dem größten Softwarekonzern Europas, einen kleinen Besuch ab, um deren Unternehmenssoftware auf Herz und Nieren für die Tauglichkeit bei uns zu prüfen. Schauen wir doch mal, was man mit mehreren Hundertschaften von Entwicklern so auf die Beine stellen kann…
