Marketingstrategie 2010

Wer hätte es gedacht. Unternehmer und Marketingexperten schichten auch in 2010 ihre Werbebudgets von Off- zu Online um. Aktuelle Beispiele aus der Getränkeindustrie können gerade bei horizont.net nachgelesen werden:

http://www.myspace.com/SmirnoffBeThere
http://tinyurl.com/ycapfo3

http://refresheverything.com/
http://tinyurl.com/yb9o3se

Schade nur, dass in beinahe allen Branchen viel Geld im Onlinesegment verbrannt wird, weil wichtige Bausteine des Web 2.0 falsch interpretiert oder vernachlässigt werden. Um im Getränkesegment zu bleiben, fällt mir beispielsweise die Aperol-Kampagne ein. http://tinyurl.com/y8p9e2v

(Hmm, irgendwie habe ich gerade Lust auf Obst: http://tinyurl.com/2cmvq6=)

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Das Internet und der Sex

Vor einem Monat war ich bei einem potentiellen Werbekunden zum Gespräch eingeladen, um unsere Produkte und deren Möglichkeiten zu demonstrieren. Ich zeigte ihm unsere Seiten, die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für unsere User und wie er seine Zielgruppe direkt mit gezielten Werbekampagnen erreichen kann. Irgendwann kam sie dann, die Frage aller Fragen, die mir schon so oft begegnet ist:

Wenn die Leute sich dort anschreiben können, dann haben doch bestimmt auch welche von denen Sex miteinander? Wenn es da auch um Sex geht, ist das dann ein geeignetes Werbeumfeld für meine Markenprodukte?

Ich stellte ihm zuerst eine Gegenfrage: „Machen Sie Werbung auf der Straße vor Ihrem Geschäft, um Kunden auf selbiges aufmerksam zu machen? Ja? Schätzen Sie mal, wie viele Menschen sich auf Straßen kennenlernen, vielleicht sogar direkt vor Ihrem Geschäft?“ Ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit, er wusste genau, worauf es hinausläuft.
Doch anstatt seine Frage nun zu beantworten, erzählte ich ihm eine Geschichte aus meinem eigenen Leben. Die geht ungefähr so:
Als ich meine Freundin kennenlernte, war ich bei unserem ersten Treffen tierisch aufgeregt. Und ihr ging es sicher ebenso. Ich war so aufgeregt, ja nichts verkehrt zu machen, dass ich an diesem Tag auf jedes kleine Detail achtete, es durfte ja nichts schiefgehen. Wir trafen uns bei mir, plauderten und hörten Musik. Dann waren wir ein wenig unterwegs, kauften uns zwischendurch einen Softdrink und ein Eis. Danach waren wir noch in einem Café – heiße Schokolade. Wenn ich die Musik höre, die damals lief, empfinde ich heute noch ein wohliges Gefühl. Und wir haben es uns hinterher zum Ritual gemacht, jedes Wochenende wieder den gleichen Softdrink zu kaufen und das gleiche Eis. Und wir erzählen Freunden noch heute von der heißen Schokolade in dem Café – alles inklusive Markennamen natürlich …
Die Kommunikation dieser Marken während unserer Kennenlernphase hat also offenbar sehr positive Eindrücke hinterlassen, da die gesamten Emotionen an diesem Tag ungefiltert und positiv waren. Die Marken blieben uns so positiv in Erinnerung, dass sie sogar zu festen Bestandteilen unserer Beziehung wurden!
Der potentielle Kunde ist mittlerweile ein echter Kunde und hoch zufrieden.

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